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Siofok Stadinfos

Westungarn                   Komitat: Somogy
Einwohner: 24.000       Höhe: 107 m
 
WASSERTURM

Siofok ist der größte und bekannteste Bade- und Ferienort am Süd-Ufer des Balaton. Auf fast 16 Kilometern erstrecken sich ausgedehnte Sandstrände mit Promenaden, gesäumt von Cafes, Restaurants, Souvenirläden, Hotels, Jugend- und Gewerkschaftsheimen und einzelnen Sommerhäusern. Die kleinen Aus- und Ankleidekabinen aus Brettern oder Rohr, wie sie Karl Eötvös 1896 beschreibt, sind allerdings schon längst modernen Badeanlagen gewichen.

Die Stadtgeschichte lässt sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen. Schon Kaiser Galerius ließ um 292 den Fluss Sio regulieren , als Abflusskanal vertiefen und eine Schleuse bauen. Diese Maßnahmen dienten der Trockenlegung des sumpfigen Umlandes , dem Bau einer Wasserstrasse als Donauverbindung sowie der Kontrolle des Wasserstands im See. 1541 eroberten die Türken die Siedlung und errichteten am Abfluss des Sio aus dem Balaton eine Wasserburg mit Hafen, wo sie ihre Kriegsflotte stationierten. Anfang des 18, Jahrhunderts kämpften hier die Kuruzen erfolgreich gegen die Habsburger. Von der Festung ist nichts bewahrt geblieben. Bauarbeiten legten in jüngster Zeit lediglich Überreste der römischen Schleuse frei; der heutige große Seehafen geht jedoch auf die türkische Anlage zurück. 1861 erhielt die kleine Ansiedlung einen Eisenbahnanschluss; etwa ab 1880 entwickelte sie sich zu einem Badeort. Das Ufer wurde zu einer Promenade aufgeschüttet, die ersten Hotels entstanden, und die Gemeinde war bald ein beliebtes Erholungszentrum des Budapester Großbürgertums. Nach dem 2. Weltkrieg erreichte Siofok durch Eingemeindung  der umliegenden Dörfer seine heutige Größe und wurde zum allgemeinen Touristenzentrum ausgebaut.

Stadtrundgang

Die Stadt besitzt nur wenige Kulturdenkmäler , hat aber eine große Bedeutung für den See. Sie hat den größten Hafen , in dem alle Schiffe "überwintern"; direkt westlich des Sio-Kanals liegt am See die Sturmwarnungs- und Balatonforschungsstation. An der Sio-Brücke befindet sich das nach dem bedeutenden  Wasserbauingenieur des 19. Jahrhunderts benannte Jozsef-Beszedes-Museum. Vorgestellt wird die Geschichte des Balaton. Im nahe gelegenen Geburtshaus des berühmten Komponisten Imre (Emmerich) Kalman (1882-1953) wurde ein Gedenkmuseum eingerichtet (Kalman Umre setany 5). Weltberühmt wurde er durch seine Operetten "Die Csardasfürstin" und "Gräfin Mariza". Wahrzeichen der Stadt ist der alte Wasserturm (1912) auf dem zentralen Szabadsag ter.

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